Ob „des Weiteren“ groß oder klein geschrieben wird, sorgt immer wieder für Verunsicherung. Dabei ist die Antwort laut Duden überraschend klar: Nur die getrennte und großgeschriebene Form ist korrekt. Der folgende Artikel zeigt Ihnen anhand konkreter Beispiele, warum „des Weiteren“ die einzig richtige Schreibweise ist und wo die häufigsten Fallstricke lauern.

Offizielle Empfehlung Duden: „des Weiteren“ – getrennt und groß ·
Häufigster Fehler: Zusammenschreibung „desweiteren“ ·
Wortart von „Weiteren“: substantiviertes Adjektiv ·
Gültigkeit alte Rechtschreibung: „Desweiteren“ bis 1996 erlaubt

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Manche verwechseln die alte mit der neuen Rechtschreibung
  • Die Zusammenschreibung „desweiteren“ ist der häufigste Fehler im Alltag
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Die Regel bleibt auf absehbare Zeit stabil
  • Bei Unsicherheit: durch Synonyme wie „außerdem“ oder „ferner“ ersetzen
Vier Kernfakten zur Schreibweise von „des Weiteren“
Label Wert
Offizielle Regel Duden D 72: substantivierte Adjektive werden großgeschrieben (Duden – Rechtschreibregeln)
Worttrennung des Wei·te·ren
Wortart Adverb (aus substantiviertem Adjektiv)
Bedeutung „außerdem“, „ferner“, „weiterhin“

Die Tabelle zeigt: Die offizielle Regel ist eindeutig, die Worttrennung klar und die Bedeutung deckt sich mit gängigen Synonymen.

Wie schreibt man des Weiteren laut Duden?

Die offizielle Duden-Regel

Der Duden legt in Regel D 72 fest: Substantivierte Adjektive werden großgeschrieben. Da in der Fügung „des Weiteren“ das Wort „Weiteren“ als Nomen verwendet wird (erkennbar am Artikel „des“), ist die Großschreibung zwingend. Die Kleinschreibung des Artikels „des“ bleibt davon unberührt (Duden – Groß- und Kleinschreibung).

Getrennt- und Großschreibung im Detail

  • Getrennt: „des“ und „Weiteren“ werden als zwei eigenständige Wörter behandelt.
  • Groß: „Weiteren“ wird am Satzanfang und im Satzinneren stets großgeschrieben.
  • Klein: „des“ bleibt in Binnenstellung klein; nur am Satzanfang wird es zu „Des“ („Des Weiteren ist zu bedenken …“).

Der Rat für deutsche Rechtschreibung bestätigt dies im amtlichen Regelwerk: „Das erste Wort eines Ganzsatzes schreibt man groß“ (Rat für deutsche Rechtschreibung – amtliches Regelwerk). Ausnahmen gelten nur für Apostroph, Auslassungspunkte oder Zahlen am Satzanfang (LEO-Sprachblog – Dr. Bopp).

Fazit: Die Duden-Regel ist eindeutig: „des Weiteren“ wird getrennt und groß geschrieben. Wer Synonyme wie „außerdem“ verwendet, umgeht jedes Risiko.

Ist „des Weiteren“ oder „desweiteren“ die korrekte Schreibweise?

Unterschied alte vs. neue Rechtschreibung

Bis zur Rechtschreibreform 1996 war die Zusammenschreibung „desweiteren“ erlaubt. Nach der Reform und der Überarbeitung 2006 ist sie nicht mehr amtlich korrekt (Duden – amtliches Regelwerk). Heute gilt ausschließlich die getrennte Schreibweise „des Weiteren“.

Typische Fehler vermeiden

  • Falsch: „desweiteren“ oder „des weiteren“ (klein)
  • Richtig: „des Weiteren“

Der Fehler entsteht oft durch Analogie zu anderen Adverbien wie „deshalb“ oder „deswegen“. Da „Weiteren“ aber substantiviert ist („das Weitere“), bleibt es groß.

Fazit: „desweiteren“ ist veraltet und falsch. Setzen Sie auf die getrennte Schreibweise, um in Texten wie Briefen oder Klausuren sicherzugehen.

Warum wird des Weiteren groß geschrieben?

Substantivierung von Adjektiven

Adjektive werden großgeschrieben, wenn sie von einem Artikel begleitet werden und wie ein Nomen verwendet werden. Das ist bei „des Weiteren“ der Fall: „des“ ist der bestimmte Artikel im Genitiv, „Weiteren“ ist das substantivierte Adjektiv (Duden – Regel D 72).

Grammatikalische Erklärung

  • „Weiteren“ bezieht sich nicht auf ein nachfolgendes Nomen, sondern steht selbstständig.
  • Die Fügung entspricht dem Muster „des Älteren“, „des Ganzen“, „des Folgenden“.

Das amtliche Regelwerk bestätigt: „Substantivierte Adjektive und Partizipien werden großgeschrieben“ (Rat für deutsche Rechtschreibung – amtliches Regelwerk).

Vier Aspekte im direkten Vergleich – eine Tabelle fasst den Wandel zusammen:

Aspekt Alte Rechtschreibung (bis 1996) Neue Rechtschreibung (ab 1996/2006)
Schreibweise desweiteren (zusammengeschrieben) des Weiteren (getrennt)
Groß-/Kleinschreibung durchgehend klein „Weiteren“ groß, „des“ klein
Status erlaubt (alte Norm) einzig korrekt (heute)
Beispiel Satzmitte „… desweiteren ist …“ „… des Weiteren ist …“
Beispiel Satzanfang „Desweiteren ist zu beachten …“ „Des Weiteren ist zu beachten …“

Das Muster ist klar: Die Reform hat die Zusammenschreibung abgeschafft und die Getrenntschreibung mit Großbuchstabe eingeführt.

Fazit: Die Großschreibung folgt der Substantivierungsregel – ein klares grammatisches Prinzip, keine Willkür.

Wie schreibt man des Weiteren am Anfang eines Satzes?

Großschreibung am Satzanfang

Beginnt ein Satz mit der Fügung, wird „Des“ großgeschrieben – „Des Weiteren“. Der Rat für deutsche Rechtschreibung formuliert im amtlichen Regelwerk: „Das erste Wort eines Ganzsatzes schreibt man groß“ (Rat für deutsche Rechtschreibung – amtliches Regelwerk).

Beispielsätze mit „Des Weiteren“

  • Des Weiteren ist zu bedenken, dass die Frist bereits abgelaufen ist.“
  • Des Weiteren möchte ich auf die Kosten hinweisen.“
  • „Wir prüfen den Antrag. Des Weiteren werden wir die Unterlagen anfordern.“

Die Ausnahmen am Satzanfang – Apostroph, Auslassungspunkte, Zahlen – gelten für „des Weiteren“ nicht, da die Fügung mit einem Buchstaben beginnt (LEO-Sprachblog – Dr. Bopp).

Fazit: Am Satzanfang schreiben Sie „Des Weiteren“ – mit großem „D“ und großem „W“. Die getrennte Schreibweise bleibt erhalten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So schreiben Sie „des Weiteren“ korrekt

  1. Substantivierung erkennen: Fragen Sie sich: Kann ich „das Weitere“ sagen? Wenn ja, ist die Substantivierung gegeben.
  2. „Weiteren“ großschreiben: Setzen Sie den ersten Buchstaben als Großbuchstabe – unabhängig von der Position im Satz.
  3. „des“ klein schreiben: Der Artikel bleibt in der Satzmitte klein; nur am Satzanfang wird „Des“ groß.
  4. Getrennt schreiben: Nie „desweiteren“ oder „desweiteren“ – immer zwei Wörter („des Weiteren“).
  5. Ausnahme Satzanfang prüfen: Falls der Satz mit der Fügung beginnt: „Des“ wird zu „Des“ (groß), „Weiteren“ bleibt groß – also „Des Weiteren“.

Diese fünf Schritte decken alle Fälle ab – ob im Geschäftsbrief, in der Uni-Arbeit oder im Chat.

Klarheit: Was ist bestätigt, was ein Gerücht?

Bestätigte Fakten

  • „des Weiteren“ (getrennt und groß) ist die einzig korrekte Schreibweise (Duden – amtliches Regelwerk)
  • Die Großschreibung folgt der Substantivierungsregel D 72 (Duden – Rechtschreibregeln)

Unbestätigt / Irrtümer

  • Das Gerücht, „desweiteren“ sei auch heute noch erlaubt, hält sich hartnäckig – es ist falsch (amtliches Regelwerk)
  • Manche glauben, die Kleinschreibung von „weiteren“ sei bei Aufzählungen zulässig – das stimmt nicht, da die Substantivierung immer erhalten bleibt

Stimmen aus der Sprachwelt

„Das erste Wort eines Ganzsatzes schreibt man groß.“

– Rat für deutsche Rechtschreibung (amtliches Regelwerk)

„Die Fügung ‚des Weiteren‘ wird stets getrennt und mit großem ‚W‘ geschrieben – die Zusammenschreibung ist ein häufiger Fehler.“

– Dudenredaktion (Duden – Groß- und Kleinschreibung)

Der Knackpunkt

Die größte Hürde ist nicht die Regel, sondern die Gewohnheit. Wer jahrelang „desweiteren“ geschrieben hat, muss sein Muskelgedächtnis umtrainieren. Das gelingt am besten durch bewusstes Ersetzen mit Synonymen wie „außerdem“.

Das Fazit für die Praxis: Für alle, die im beruflichen oder schulischen Kontext korrekt schreiben möchten, lautet die Konsequenz: Üben Sie die Regel anhand von Beispielsätzen, oder ersetzen Sie „des Weiteren“ durch Synonyme wie „außerdem“ oder „ferner“, um Fehler von vornherein auszuschließen. Für ambitionierte Schreiber ist die klare Ansage: Nur „des Weiteren“ – getrennt und groß – kommt infrage.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet „des Weiteren“?

„Des Weiteren“ ist ein Adverb mit der Bedeutung „außerdem“, „ferner“ oder „weiterhin“. Es wird verwendet, um einen zusätzlichen Aspekt oder Punkt anzuführen (Duden – Bedeutung).

Welche Synonyme gibt es für „des Weiteren“?

Typische Synonyme sind „außerdem“, „ferner“, „weiterhin“, „darüber hinaus“ und „zudem“. Sie alle vermeiden das Risiko einer falschen Schreibweise.

Setzt man vor „des Weiteren“ ein Komma?

In der Regel nicht. „Des Weiteren“ steht meist am Satzanfang oder nach einem Komma als Teil des Satzes. Ein Komma davor ist nur dann nötig, wenn es einen Nebensatz einleitet (z. B. „…, des Weiteren ist zu prüfen …“) – das ist aber eine Stilfrage.

Kann man „des Weiteren“ durch „außerdem“ ersetzen?

Ja, in den meisten Kontexten sind beide austauschbar. „Außerdem“ ist jedoch informeller, während „des Weiteren“ formeller klingt. In wissenschaftlichen oder behördlichen Texten wird oft die längere Form bevorzugt.

Ist „desweiteren“ in der alten Rechtschreibung erlaubt?

Ja, bis zur Rechtschreibreform 1996 war die Zusammenschreibung zulässig. Heute gilt sie als veraltet und falsch (Rat für deutsche Rechtschreibung – amtliches Regelwerk).

Wie schreibt man „des Weiteren“ in Briefen oder E-Mails?

Genau wie in jedem anderen Text: getrennt und groß – „des Weiteren“. Am Satzanfang: „Des Weiteren“. Beispiel: „Des Weiteren möchte ich auf die Kosten hinweisen.“

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